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Enzaprost T

Natürliches Prostaglandin (Dinoprost)

Handelsform

  • 50 ml

Verschreibungspflichtig

Tierart

  • cattle icon Rind
  • pig icon Schwein

Produktinformation

Produktinformation

Zusammensetzung 

 

Jeder ml enthält: 

 

Wirkstoff:  

Dinoprost (als Trometamol) 5 mg 

 

Hilfsstoffe: 

Benzylalkohol (E1519) 16,5 mg 

 

Klare, farblose Lösung. 

 

 

Zieltierart(en) 

 

Rind: Kuh, Färse. 

Schwein: Sau, Jungsau. 

 

 

Anwendungsgebiete 

 

Das Tierarzneimittel ist für die Luteolyse bei Rindern und Schweinen indiziert.  

 

Rinder:  

Die luteloytische Wirkung des Tierarzneimittels kann bei folgenden therapeutischen Anwendungen genutzt werden: 

  1. Brunstsynchronisation. 
  1. Zur Behandlung von Suböstrus oder Stillbrünstigkeit bei Rindern mit  funktions-tüchtigem Corpus luteum, ohne äußerlich erkennbare Brunstsymptome. 
  1. Aborteinleitung bis Tag 120sten 120 der Trächtigkeit. 
  1. Geburtseinleitung. 
  1. Zur unterstützenden Behandlung einer chronischen Metritis oder Pyometra, bei funktionstüchtigem oder persistierendem Corpus luteum. 

 

Schweine: 

  1. Geburtseinleitung ab Tag 111 der Trächtigkeit.
  2. Einsatzpostpartum: Verkürzung des Absetz-Rausche-Intervalls und des Absetz-Konzeptions-Intervalls von Sauen mit puerperalen Problemen wie zum Beispiel Metritis in Beständen mit  Reproduktionsproblemen.   

 

 

Gegenanzeigen 

 

Nicht bei Tieren anwenden, die unter akuten oder subakuten Kreislauf- oder Magen-Darm-Erkrankungen oder Erkrankungen der Atemwege leiden. 

Nicht bei trächtigen Tieren anwenden, es sei denn zur Geburtseinleitung oder zur Unterbrechung der Trächtigkeit. 

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. 

 

Besondere Warnhinweise 

 

Besondere Warnhinweise: 

Das Tierarzneimittel  ist wirkungslos, wenn es vor Tag 5 nach der Ovulation verabreicht wird.  

 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: 

Es wurden lokale bakterielle Infektionen, die generalisieren können, beobachtet. Bei den ersten Anzeichen einer Infektion sollte eine hoch dosierte antibiotische Therapie eingeleitet werden, die besonders Clostridien abdecken sollte. Um bakterielle Infektionen möglichst zu vermeiden, sollte die Injektion unter streng aseptischen Bedingungen erfolgen. 

Nicht zur intravenösen Anwendung. 

Die medikamentöse Geburts- oder Einleitung von Abort oder Fehlgeburteinleitung können kann das Risiko für einen gestörten Geburtsverlauf, Fruchttod, eine Nachgeburtsverhaltung und/oder Metritis erhöhen. 

 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender: 

Prostaglandine vom Typ PGF2αa können durch die Haut resorbiert werden und Bronchospasmen und Fehlgeburten auslösen. 

Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel  ist Vorsicht geboten, um Selbstinjektionen oder Hautkontakt zu vermeiden. 

Bei versehentlichem Kontakt mit der Haut oder mit dem Auge sofort mit klarem Wasser spülen. 

Um Hautkontakt zu vermeiden, sollten undurchlässige Handschuhe getragen werden. 

Eine versehentliche Injektion kann besonders Schwangere Frauen, Frauen die schwanger werden wollen oder schwanger sein könnten, Asthmatiker und Personen mit bronchialen oder respiratorischen Problemen gefährden. 

Asthmatiker und Personen mit bronchialen oder anderen Atemwegsproblemen sollten vorsichtig mit dem Tierarzneimittel umgehen, um versehentliche Selbstinjektionen und Hautkontakt zu vermeiden. 

Schwangere Frauen, Frauen im gebärfähigen Alter, Asthmatiker und Personen mit bronchialen oder anderen Atemwegsproblemen sollten das Tierarzneimittel nicht einsetzen oder sollten Einweghandschuhe tragen. 

 

Trächtigkeit: 

Vor der Anwendung sollte der Trächtigkeitsstatus bestimmt werden, da Dinoprost, wenn es in ausreichend hoher Dosis verabreicht wird, bei vielen Tierarten zum Abort oder zur Geburtseinleitung führt.  

Bei einer Trächtigkeit sollte, insbesondere wenn die Öffnung der Zervix ausbleibt, das Risiko einer Uterusruptur bedacht werden. 

Das Einleiten der Geburt bei Sauen mehr als 72 Stunden vor dem Abferkeltermin kann zu einer verminderten Lebensfähigkeit der Ferkel führen.  

 

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: 

Da nicht-steroidale Antiphlogistika die körpereigene Prostaglandin- Synthese hemmen können, kann bei gleichzeitiger Anwendung solcher Tierarzneimittel die luteolytische Wirkung des Tierarzneimittels vermindert sein. 

Da Oxytocika die Produktion von Prostaglandinen stimulieren, kann die gleichzeitige Verabreichung dieser Verbindungen mit dem Tierarzneimittel die luteolytische Wirkung verstärken. 

 

Überdosierung: 

Bei dem 5- bis 10fachern der empfohlenen  Dosierung kann ein Anstieg der Körpertemperatur und eine vorübergehend leicht erhöhte Herzfrequenz bei Kühen und Färsen beobachtet werden. 

 

Wesentliche Inkompatibilitäten: 

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden. 

 

 

Nebenwirkungen 

 

Rind: 

Sehr selten 

(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): 

Hyperthermie1,2 

Erhöhter Speichelfluss2 

Nachgeburtsverhaltung3 

Infektion der Injektionsstelle4 

1Vorübergehend und nicht schädlich für das Tier 

2Verschwindet innerhalb einer Stunde. 

3 Bei Verwendung zur Einleitung der Geburt, abhängig vom Zeitpunkt der Anwendung des Tierarzneimittels 

4Kann sich generalisieren und schwerwiegend sein. Bitte beachten Sie Abschnitt 3.5 (Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei der Zieltierart). 

 

Schwein: 

Häufig 

(1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): 

Nestbauverhalten1 
Sehr selten 

(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): 

Hyperthermie2 

Schmerz an der Injektionsstelle2 

Erhöhte Atemfrequenz2, Dyspnoe2 

Erhöhter Speichelfluss2, Stimulation der Darmentleerung2, Bauchmuskelkrämpfe2, Erbrechen2 

Häufiger Harndrang2 

Rötung der Haut2 

Ataxie2,3 

Anaphylaktische Reaktion  

Hyperaktivität4 

Juckreiz 

1 Das Nestbauverhalten ist 5 bis 10 Minuten nach der Verabreichung von Prostaglandin bei Sauen, die im Stall oder auf der Weide gehalten werden, ein normales Verhalten. 

2 Vorübergehend: Diese Wirkungen treten normalerweise innerhalb von 10 Minuten nach der Injektion auf und verschwinden innerhalb von 3 Stunden. Sie verlaufen in der Regel parallel zu den Anzeichen, die Sauen vor dem normalen Abferkeln zeigen, nur scheinen sie zeitlich verkürzt zu sein. 

3 Geringfügig 

Wie Unruhe, Aufwölben des Rückens, Scharren, Reiben und Kauen an der Kiste. 

 

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be 

 

 

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung 

 

Intramuskulären Anwendung. 

 

Rinder 

  1. Brunstsynchronisation 

Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als  Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier, Wiederholung nach 11 (10 bis 12) Tagen, falls erforderlich. 

Tiere, die während des Diöstrus behandelt werden, werden normalerweise innerhalb von 2 bis 4 Tagen nach der Behandlung brünstig und ovulieren. . Tiere, die mit diese Tierarzneimittel behandelt wurden, können durch natürlichen Deckakt, künstliche Besamung bei festgestellter Brunst oder via Blindbesamung (empfohlen üblicherweise 72 und 96 Stunden nach der zweiten Injektion) belegt werden. 

 

  1. Die Behandlung von Suböstrus oder Stillbrünstigkeit bei Kühen mit funktionstüchtigem Corpus luteum ohne äußerlich erkennbare  Brunstsymptome 

Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels  je Tier, Wiederholung nach 11 (10 bis 12) Tagen, falls erforderlich. 

 

  1. Aborteinleitung bis Tag 120der Trächtigkeit

Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels  je Tier. 

Das Tierarzneimittel kann aufgrund seiner luteolytischen Wirkung zum Trächtigkeitsabbruch bis Tag 120 der Trächtigkeit beim Rind eingesetzt werden. 

 

  1. Geburtseinleitung

Eine einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier, am oder nach Tag 270 der Trächtigkeit. Der Zeitraum von der  Verabreichung bis  zur Geburt beträgt ein bis acht Tage (durchschnittlich 3drei Tage).  

 

  1. Zur unterstützenden Behandlung einer chronischen Metritis oder Pyometra bei funktionstüchtigem oder persistierendem Corpus luteum 

Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels  je Tier, Wiederholung nach 11 (10 bis 12) Tagen, falls erforderlich. 

 

Schweine: 

Um ein zu häufiges Anstechen des Stopfens bei Gebrauch der 50-ml-Durchstechflasche zur Behandlung großer Herden zu vermeiden, wird empfohlen, eine Spritzpistole mit austauschbarer Kanüle zu verwenden. 

 

  1. Geburtseinleitung ab Tag 111 der Trächtigkeit 

Einmalige Gabe von 10 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 2 ml des Tierarzneimittels je Tier, ab 3 Tage vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin.. 

Die Geburt setzt bei den einzelnen Tieren zwischen 24 bis 36 Stunden nach der Anwendung ein. Dies kann zur Steuerung des Abferkeltermins von Sauen und Jungsauen zum Ende der Tragzeit genutzt werden. Eine Behandlung, die früher als 3 Tage vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin erfolgt, kann zur Geburt lebensschwacher Ferkel führen. 

 

  1. Einsatz post partum 

Einmalige Gabe von 10 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend. 2 ml des Tierarzneimittels je Tier 24 bis 36 Stunden nach dem Abferkeln. 

 

 

Hinweise für die richtige Anwendung 

 

Anwendung nur unter aseptischen Bedingungen. Sterile Spritzen und Kanülen 

benutzen. Injektion an einer sauberen Stelle durchführen. Nicht in nasse oder verschmutzte Hautbezirke injizieren. 

 

 

Wartezeiten 

 

Rinder: 

essbare Gewebe: 2 Tage 

Milch: Null Stunden 

 

Schweine: 

essbare Gewebe: 2 Tage 

 

 

Besondere Lagerungshinweise 

 

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. 

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.  

Haltbarkeit nach Anbruch der Durchstechflasche: 14 Tage.  

Nach erstmaligem Anbruch der Durchstechflasche nicht über 25 °C lagern.  

 

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.  

 

 

 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung 

 

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. 

 

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz. 

 

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. 

Mutterkuh leckt Kalb nach Geburt
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