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Invert 400g/1000ml

Glucose/Fructose-Infusionslösung für Rinder, Ziegen, Schafe

Handelsform

  • 10 Flaschen à 500 ml

Verschreibungspflichtig

Tierart

  • Hund
  • cat icon Katze
  • Pferd
  • cattle icon Rind
  • sheep icon Schaf
  • pig icon Schwein
  • Ziege

Produktinformation

Zusammensetzung 

 

1000 ml Infusionslösung enthalten: 

 

Wirkstoffe: 

Fructose……………………………………………………200,0g 

Glucose-Monohydrat…………………………………..220,0 g 

(entsprechend Invertzucker 400,0 g) 

 

Klare, farblose, endotoxinfrei 

 

 

Zieltierart(en) 

 

Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Hund, Katze 

 

 

Anwendungsgebiet(e) 

 

Zur parenteralen Kohlenhydrat- bzw. Energiezufuhr. 

 

 

Gegenanzeigen 

 

Nicht anwenden bei 

 

  • Hyperhydratation 
  • hypotoner Dehydratation 
  • Hyperglykämie 
  • Glukoseverwertungsstörungen 
  • schwerer Leberschädigung 
  • Fruktoseintoleranz 
  • Neugeborenen und sehr jungen Haussäugetieren in den ersten drei Lebenswochen 

 

 

Besondere Warnhinweise 

 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: 

 

Das Tierarzneimittel darf nur mit Vorsicht angewendet werden bei 

 

  • Hyponatriämie 
  • Hypokaliämie 

 

Eine bestehende Azidose, insbesondere Laktatazidose, kann durch die bei der Verstoffwechselung entstehenden organischen Säuren verstärkt werden. 

Bei der Infusion von des Tierarzneimittels ist eine Kontrolle des Blut- oder Harnglukosespiegels erforderlich sowie eine Kontrolle des Serumionogramms empfehlenswert. 

 

Trächtigkeit und Laktation: 

 

Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden. 

 

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: 

 

Beim Mischen mit anderen Tierarzneimitteln können aufgrund des sauren pH-Wertes des Tierarzneimittels Ausfällungen auftreten, b-Lactamantibiotika und Tetrazykline werden inaktiviert. 

 

Überdosierung: 

 

Ein Überschreiten der maximalen Applikationsgeschwindigkeit kann 

– zur Hyperglykämie und zur renalen Ausscheidung von Glukose / Fruktose (Glukos-, Fruktosurie) und osmotischen Diurese, 

– zur Leberschädigung, 

– bei extremer Zufuhrgeschwindigkeit zu Erscheinungen des hyperosmolaren und hyperglykämischen Schocks (ZNS-Störungen) 

führen. 

 

Die genannten Störungen können durch Reduktion der Glukosezufuhr, Insulingabe und Elektrolytzufuhr behandelt werden. 

 

Wesentliche Inkompatibilitäten: 

 

Vermischungen mit anderen Arzneimitteln sind wegen der Gefahr möglicher Inkompatibilitäten zu vermeiden. 

 

 

Nebenwirkungen 

 

Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Hund, Katze: 

 

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)  Störung im Elektrolythaushalt1 

Kreislaufstörung2 

1 Bei Verabreichung größerer Volumina kommt es zur Verdünnung der Konzentration von Serumelektrolyten 

2 Stark hypertone Kohlenhydratlösungen vergrößern infolge ihrer osmotischen Wirkung das intravasale Volumen, wodurch bei kardiovaskulären Erkrankungen gefährliche Nebenwirkungen ausgelöst werden können. 

 

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.  

Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.   

 

 

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung 

 

Infusionslösung zur intravenösen Anwendung. 

Infusionslösung körperwarm infundieren. 

Körpergewicht (kg)  Tageshöchstmengen (ml Infusionslösung/kg KGW/Tag)
< 2 70 
2 – 5 55 
5 – 20 40 
20 – 100 30 
> 100 15 

 

 

Hinweise für die richtige Anwendung 

 

Die Dosierung erfolgt bedarfsadaptiert, angepasst an den Kohlenhydratbedarf und das Flüssigkeitsdefizit. 

Maximale Infusionsgeschwindigkeit bis zu einem Körpergewicht von 100 kg: 

1,25 ml des Tierarzneimittels / kg Körpergewicht/Stunde. 

Maximale Infusionsgeschwindigkeit ab einem Körpergewicht von über 100 kg: 

0,8 ml des Tierarzneimittels / kg Körpergewicht/Stunde. 

Die Behandlung erfolgt bis zur Normalisierung des Kohlenhydratstoffwechsels bzw. bis zum Abklingen der klinischen Symptome einer akuten Ketose. 

 

 

Wartezeiten 

 

Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen: 

Essbare Gewebe…………………………….Null Tage 

 

Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen: 

Milch……………………………………………..Null Tage 

 

 

Besondere Lagerungshinweise 

 

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. 

 

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. 

 

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. 

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 

          Nach dem Anbrechen sofort verwenden. Im Behältnis verbleibende Reste sind zu verwerfen. 

 

 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung 

 

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz. 

 

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. 

Fütterung eines Lamms mit der Flasche
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